Regionalschlüssel
Kurzdefinition
Der Amtliche Regionalschlüssel ist eine zwölfstellige Kennzahl, die wie der Gemeindeschlüssel aufgebaut ist und zusätzlich den Gemeindeverband berücksichtigt.
Erklärung
Der Schlüssel erweitert den achtstelligen Gemeindeschlüssel um vier Stellen für den Gemeindeverband. Er besteht aus zwölf Ziffern: zwei für das Land, eine für den Regierungsbezirk, zwei für den Kreis, vier für den Gemeindeverband und drei für die Gemeinde. Dadurch lassen sich auch Verbandsgemeinden, Ämter und Samtgemeinden eindeutig zuordnen. Für Gemeinden, die keinem Verband angehören, steht an dieser Stelle eine Folge von Nullen. Der Regionalschlüssel wird in der amtlichen Statistik, bei Geodaten und in Verwaltungsregistern verwendet. Wie der Gemeindeschlüssel ist er zeitabhängig, bei Gebietsänderungen ändern sich also Einträge. Wer Daten verschiedener Quellen verbinden will, nutzt ihn als stabilen Schlüssel mit Stichtag. Weil er die Verbandsebene enthält, ist er genauer als der kürzere Schlüssel. Fehlende Nullen am Anfang gehen bei Tabellenprogrammen leicht verloren, deshalb sollte man ihn immer als Text speichern.
Beispiel
Willst du eine Tabelle mit Gemeindedaten und eine Karte verknüpfen, brauchst du einen gemeinsamen Schlüssel. Der Regionalschlüssel eignet sich dafür gut, solange beide Quellen denselben Gebietsstand verwenden, also vom gleichen Stichtag stammen. Gerade beim Zusammenführen von Statistik und Karten spielt das eine Rolle. Fehlt eine führende Null, stimmt der Schlüssel nicht mehr, und die Gemeinde taucht in der Auswertung nicht auf.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-03
Recherche und Pflege: Redaktion Bundesland.net. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.