Amtlicher Gemeindeschlüssel
Kurzdefinition
Der Amtliche Gemeindeschlüssel ist eine achtstellige Kennzahl, die jede Gemeinde in Deutschland eindeutig identifiziert und in der Statistik und Verwaltung verwendet wird.
Erklärung
Der Schlüssel wird von den Statistischen Ämtern geführt und besteht aus acht Ziffern. Die ersten zwei stehen für das Land, die dritte für den Regierungsbezirk, die nächsten zwei für den Kreis und die letzten drei für die Gemeinde innerhalb des Kreises. Länder ohne Regierungsbezirke setzen an dieser Stelle eine Null. Der Schlüssel dient zur eindeutigen Zuordnung in Statistiken, Datenbanken und Verwaltungsverfahren und ist von der Postleitzahl völlig unabhängig. Bei Gebietsreformen und Fusionen ändern sich Schlüssel, alte werden eingestellt und neue vergeben. Deshalb sind Daten aus verschiedenen Jahren nur mit Umschlüsselungstabellen vergleichbar. Er wird oft mit dem Regionalschlüssel verwechselt, der länger ist und zusätzlich den Gemeindeverband enthält. Der Gemeindeschlüssel ist daher ein wichtiges Werkzeug für Datenjournalisten, Statistiker und Entwickler. Er hat nichts mit Postleitzahl oder Kfz-Kennzeichen zu tun und ist ausschließlich ein Verwaltungsschlüssel.
Beispiel
Öffentliche Datensätze, etwa zur Bevölkerung, führen Gemeinden über den Schlüssel auf. Hat eine Gemeinde nach einer Fusion einen neuen Schlüssel, musst du Zahlen aus früheren Jahren zuordnen, damit der Vergleich stimmt. Beim Import von Daten in eine Datenbank lohnt sich der Schlüssel als eindeutiger Bezeichner, weil Gemeindenamen mehrfach vorkommen und sich zudem ändern können.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-03
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