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Postleitzahl

Lexikon · Verwaltung · Stand: 2026-10-03 · Redaktion

Kurzdefinition

Die Postleitzahl ist eine fünfstellige Zahl, die Zustellbezirke der Post bezeichnet und nicht mit Gemeinde-, Kreis- oder Landesgrenzen übereinstimmen muss.

Erklärung

Die Postleitzahlen dienen der Sortierung und Zustellung von Sendungen. Seit 1993 gilt in Deutschland das fünfstellige System für das gesamte Staatsgebiet. Die erste Ziffer bezeichnet eine Großregion, die weiteren verfeinern den Zustellbereich. Eine Postleitzahl kann mehrere Gemeinden umfassen, und eine große Stadt hat viele Postleitzahlen, zudem verlaufen die Grenzen oft quer zu Verwaltungsgrenzen. Deshalb eignet sich die Postleitzahl nicht, um Gemeinden, Kreise oder Länder sicher zuzuordnen. Für statistische und rechtliche Zwecke nutzt man den Amtlichen Gemeindeschlüssel. Einzelne Postleitzahlen können sich ändern, etwa durch Neuzuschnitte. Großkunden wie Behörden oder Unternehmen haben mitunter eigene Postleitzahlen. Sie gehört zur Infrastruktur der Zustellung und nicht zur Verwaltungsgliederung. Karten mit Postleitzahlbereichen zeigen deshalb Flächen, die zu keinem Gemeindegebiet exakt passen.

Beispiel

Ein Ort an der Landesgrenze kann eine Postleitzahl besitzen, die in beide Länder hineinreicht. Willst du also wissen, zu welchem Landkreis eine Adresse gehört, hilft dir die Gemeindezuordnung weiter und nicht die Postleitzahl. Auch Gemeinden mit mehreren Ortsteilen können mehrere Postleitzahlen haben, während sehr kleine Orte sich eine Zahl mit mehreren Nachbarorten teilen.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-10-03

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